Die 16. BIMUN/SINUB Konferenz fand in diesem Jahr vom 24. November bis zum 28. November 2017 in Bonn statt. 120 Studierende aus knapp 20 Länder reisten dazu in die deutsche UN Stadt, um sich als „DiplomatInnen“ mit internationalen, politischen Herausforderungen auseinanderzusetzen, Lösungsansätze zu debattieren und sich global zu vernetzen.

Bereits am Donnerstag, den 23. November, reisten die Generalsekretäre Alfonso José Salgado Cabrera und Johanna Kresin sowie die Komiteevorsitzenden an, um ein gemeinsames Vorbereitungstraining zu absolvieren und den genauen Konferenzablauf zu besprechen. Für den Abend hatte der Vorstand eine spaßige Team-Aktivität organisiert, sodass sich die Vereinsmitglieder und das aus internationalen Studierenden bestehende Sekretariat besser kennenlernen und austauschen konnten. Im Anschluss daran ließen der Vorstand, Vereinsfreunde, das Sekretariat und bereits angereiste Teilnehmer den Abend bei einem informellen Treffen im Stammcafé „Café Blau“ ausklingen.

Der offizielle Konferenzbeginn erfolgte am darauffolgenden Tag. Am Morgen des 24. November versammelten sich zuvor einige Teilnehmende im Rahmen des Konferenz-Pre-Programs vor dem UN Campus, um das Gelände der Vereinten Nationen in Bonn zu besuchen. Die erste Gruppe erhielt einen Einblick in die Arbeit und Inhalte von UNCCD (United Nations Convention to Combat Desertification), während die zweite Gruppe UNESCO-UNEVOC (UNESCO’s International Centre for Technical and Vocational Education and Training) besuchte und mit einer praktischen Übung erlernte, was Vocational Training ist und wofür man es benötigt. Im Anschluss daran konnten beiden Gruppen mit einem 360°-Panorama von der obersten Etage des UN-Gebäudes einen Blick auf die Umgebung werfen und eine ‚Tour durch Bonn von oben‘ erleben. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Herrn Prinz für die Organisation, gute Zusammenarbeit und erfolgreiche Durchführung des Pre-Programs bedanken.

Um 15 Uhr wurde die Konferenz feierlich im Kunstmuseum Bonn eröffnet. Moderiert wurde die Eröffnungszeremonie von Kuratoriumsmitglied Henning Dieckow. Der Vereinsvorsitzende Peter Pelzer, Bürgermeister Reinhard Limbach, unser diesjähriger Schirmherr Dr. Hanns H. Schumacher und der Generalsekretär Alfonso José Salgado Cabrera richteten sich mit kurzen Redebeiträgen an die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer und an Herrn Busch und Herrn Schwarz vom Rotary Club, Herrn Witbraad von der Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse KölnBonn und an Herrn Limbach und Herrn Schumacher, unsere Ehrengäste. Während der Eröffnungszeremonie konnten die Delegierten über Kopfhörer die Reden in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch verfolgen, da die angehenden DolmetscherInnen der TH Köln die Zeremonie simultanübersetzen – ein besonderes Erlebnis und eine gute Möglichkeit für jene Teilnehmende, die nicht im trilingualen Komitee der Konferenz sitzen, ein intensives UN-Feeling zu erleben. Nach einem gelungenen Konferenzauftakt trafen sich die Komiteevorsitzenden mit ihrem Komitee im Zentrum für Entwicklungsforschung, um dort organisatorische und erste inhaltliche Aspekte der Folgetage zu besprechen und um sich innerhalb der Komitees kennenzulernen. Zudem stellte sich Herr Schumacher im UN-Sicherheitsrat den Fragen und Diskussionspunkten der Teilnehmenden.

Die diesjährige Konferenz bestand aus fünf englischsprachigen und einem trilingualen Komitee: dem UN-Sicherheitsrat (UNSC), dem UN-Menschenrechtsrat (UNHRC), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), UN Women, einem Medienteam, und der trilingualen Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), in der die Debatten in den Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch simultanübersetzt wurden.

Am Abend des 24. November fand ein feierlicher Empfang im Alten Rathaus in Bonn statt, in dem uns Herr Limbach willkommen hieß und sich die Teilnehmenden mit Lasagne am Buffet und mit Getränken nach einem langen ersten Konferenztag stärken und sich in entspannter Atmosphäre unterhalten konnten. Nach dem Empfang ließen die Delegierten den Abend in netter Gesellschaft auf dem frisch eröffneten Bonner Weihnachtsmarkt ausklingen.

Am 25., 26. Und 27. November fanden zwischen 9.00 Uhr und 13.00 Uhr und zwischen 14 Uhr und 18.00 Uhr die Debatten im Wissenschaftszentrum Bonn statt, unterbrochen von täglich zwei Kaffeepausen und einer einstündigen Mittagspause, in denen sich die Delegierten mit einem leckeren Mittagessen vom Buffet des Wissenschaftszentrums, Kaffee, Tee und Keksen stärken konnte. In den Sessions standen in jedem Komitee zwei Themen zur Diskussion bereit. Am 25. November gaben eingeladene Gastredner den Teilnehmenden zum Debattenbeginn noch themenspezifischen Input und beantworteten die bei der vorherigen, auf die Konferenz vorbereitenden Recherche aufgekommenen Fragen. So berichtete Sven Harmeling in der FAO über seine Erfahrungen von der kurz vorher in Bonn stattgefundenen COP23 und hielt einen Vortrag zur Ernährungssicherung, während Timo Duile mit den Delegierten des UNHRC über Menschenrechte und über die Situation auf den Philippinen diskutierte und Ursula Sautter von UN Women den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Informationen über die Einsatzgebiete und Arbeit von UN Women gab. Die OAS begann am Morgen des 25. November direkt mit den Debatten, da diese aufgrund der Übersetzungen zeitintensiver sind. Währenddessen berichtete das Medienteam mit teilweise ernsten, teilweise witzigen Beiträgen über die Geschehnisse und Inhalte während der gesamten Konferenz, twitterte fleißig und veröffentlichte jeden Tag eine Zeitung mit den Debattenergebnissen des jeweiligen Tages. Am 26. November veranstaltete der Vorstand einen Tag der offenen Tür, um interessierten BürgerInnen, Förderern und Sponsoren, FreundInnen und Bekannten der Teilnehmenden und der Presse die Möglichkeit zu bieten, die Arbeit des Vereins und den Ablauf einer Model United Nations Konferenz kennenzulernen. So konnten einige BesucherInnen für 20 Minuten in einem Komitee ihrer Wahl die Diskussionen mitverfolgen und mit Teilnehmenden sprechen. So kamen auch eine Journalistin der ‚Deutschen Welle‘ und ein Journalist des ‚Schaufenster Bonn‘, die im Anschluss jeweils einen Artikel über die BIMUN/SINUB Konferenz veröffentlichten. Am Nachmittag überraschte Crisis Manager Karim Abada die Konferenzteilnehmenden mit einer Krise. Dabei sollten die Teilnehmenden spontan auf ein fiktives, detailliert ausgearbeitetes Krisenszenario reagieren, verhandeln und einen Lösungsvorschlag, bzw. eine Resolution mit Debattenergebnissen, niedergeschrieben haben. Dies sorgte für spannende Debatten, kreative Ideen und spontane Kompromissfindungen und führte zu einem erlebnisreichen Tag mit viel UN-Feeling. Am letzten Tag intensivierten sich die Debatten, um am 28. Dezember zum Debattenbeginn um 10 Uhr Resolutionen fertigzustellen, Länderinteressen durchzusetzen und Resolutionen zu verabschieden oder zum Scheitern zu bringen.

Während der Debatten führte der Vorstand eine Nikolausaktion durch, bei der sich die Teilnehmenden gegenseitig kleine Botschaften mit Schokoladennikoläusen senden konnten, um über die Komitees hinweg mit den anderen in Kontakt zu bleiben und alte und neue Freundschaften auszubauen. Das Medienteam filmte unterdessen die Räumlichkeiten und interviewte die TeilnehmerInnen, um ein Abschlussvideo der Konferenz zu produzieren, um die Motivation für die Teilnahme an Model United Nations Konferenzen zu erfahren und ein Feedback der TeilnehmerInnen zu erhalten. Unterstützt wurde der Vorstand von sogenannten CCPs (Committee Contact Person), die die Debatten in den Komitees verfolgten und die Kommunikation zwischen dem Sekretariat, dem Vorstand, den Generalsekretären und den Teilnehmenden aufrechterhielten, Ablaufänderungen und Uhrzeiten für die abendlichen Veranstaltungen mitteilten und den Vorstand bei verschiedensten Aufgaben unterstützten. Wir bedanken uns für diese tolle Arbeit und die gelungenen Komiteeberichte ganz herzlich bei Katharina Hamacher, Emma Mork, Sumaier Dick, Yara Kamal und Nicholas Herrero Folley.

Nach den Komiteesitzungen fanden die sogenannten Socials statt, bei denen sich die Teilnehmenden im informelleren Rahmen austauschen konnten. So fand am 25. November das traditionelle Komiteedinner statt und im Anschluss eine Karaokeparty im Dubliner Irish Pub, in dem lauthals auf verschiedenen Sprachen gesungen und bei guter Stimmung und Musik der Abend genossen wurde. Am 26. November fand eine Party mit dem Thema “Blast from the Past“ in der Bonner N8lounge statt. In Kostümen und mit Requisiten aus allen Jahrzehnten feierten die Teilnehmenden gemeinsam. Ein Highlight der Konferenz stellte die ‚Captain’s Gala‘ dar. In Abendgarderobe (mit maritimem Touch) genossen die Teilnehmenden den letzten Abend in guter und geschlossener Gesellschaft auf dem Township Bonn. So wurde die ganze Nacht lang zusammen getanzt, gelacht und der Ausblick auf den Rhein und das beleuchtete Panorama Bonns genossen.

Die Konferenz endete mit der dienstags um 14.30 Uhr beginnenden Abschlusszeremonie im Wissenschaftszentrum, die wie die Eröffnungszeremonie für alle Interessierten simultanübersetzt wurde. Dazu versammelten sich die Delegierten, der Vorstand, das Sekretariat, das Kuratorium und Vereinsfreunde, um gemeinsam die Konferenz Revue passieren zu lassen. Peter Pelzer moderierte die Veranstaltung. Die Vereinsvorsitzende Jaqueline Wendel lobte die gelungene Konferenz und bedankte sich bei Fördern, Unterstützern und Organisatoren. Auch die Kuratoriumsmitglieder Christina Rupp und Miriam Mecnarowski wandten sich mit einem Redebeitrag an die Teilnehmenden Dann wurde der vom PR & Media Team erstellte Film gezeigt und die Chairs bedankten sich für die Arbeit in ihren Komitees. Zudem verliehen sie Awards an die besten Delegierten in ihren Komitees und an die besten Verfasser von Position Papers. Karim Abada bedankte sich für die erfolgreiche Durchführung der Krise und lobte das Engagement der Delegierten. Um 16.00 Uhr schloss Generalsekretär Alfonso José Salgado Cabrera die Konferenz.

Die 16. Ausgabe der BIMUN/SINUB Konferenz konnte die Serie der Bonner MUN-Konferenzen erfolgreich fortführen. Sowohl Organisatoren als auch Teilnehmende empfanden die Konferenz als sehr gelungen und freuen sich auf die BIMUN/SINUB Konferenz 2018 in Bonn.