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Mini-MUN

BIMUN macht Schule: Die erste BIMUN/SINUB Mini-MUNs

Seit zehn Jahren existiert nun schon die BIMUN/SINUB UN-Simulation an der Universität Bonn. Zu Veranstaltungen, wie dem EU-Tag oder dem UN-Tag erreicht der Verein regelmäßig auch Nichtstudienerde und versucht über die Arbeit der Vereinten Nationen aufzuklären und sich für Ihre Ziele einer gerechteren Weltordnung stark zu machen. Genau dieser Wunsch, auch Nichtstudienerde für die Arbeit der Vereinten Nationen zu begeistern, war es, der den BIMUN/SINUB-Verein in das Brühler Max-Ernst-Gymnasium geführt hat.

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Viele junge Schüler sind hochinteressiert an tagespolitischem Geschehen und würden sich gerne näher mit den Verhältnissen im internationalen Staatengefüge beschäftigen. Bei den straffen Lehrplanvorgaben kann das nur einen kleinen Teil des Unterrichtes einnehmen. Hinzu kommt das Lernen in der Praxis natürlich um einiges effektiver ist, als nur aus Büchern. Da brauchte es nicht viel Überredungskunst um vierzig Schüler aus den bilingualen Kursen der Klassen neun bis elf des Max-Ernst-Gymnasiums samt Schulleiter und Lehrer für das Konzept der UN-Simulation zu begeistern. Ein Woche lange wurden die Schüler mit den wichtigsten Grundlagen zu Aufbau und Arbeit der Vereinten Nationen in kurzen Unterrichtseinheiten vertraut gemacht und dann war es soweit, das BIMUN-Team besuchte die Schule und veranstaltete eine halbtägige MUN – nach Schulschluss wohlgemerkt, also in der Freizeit engagierter Schüler!

„Heute geht es darum, dass die Schüler ihr gelerntes Wissen auch mal praktisch anwenden und zwar fächerübergreifend. Eingebracht werden kann so vieles, nicht nur die Fächer Politik oder Englisch, sondern auch geschichtliches Wissen über traditionelle Länderpositionen und -konstellationen, über Geografie, Ökologie und auch Wissen über Wirtschaft und Märkte aus dem sozialwissenschaftlichen Unterricht. Darüber hinaus wird in solchen Simulationen die Handlungs- und Urteilskompetenzen der Jugendlichen geschult. Die Schüler lernen sich als mündige Bürger für Demokratie, Werte und Veränderungen einsetzen,“ so Berthold Phiesel, Schulleiter des Max Ernst Gymnasiums. Er wünscht sich für die Zukunft, dass die Zusammenarbeit noch weiter ausgebaut wird und die Simulationen regelmäßig Einzug in den Stundenplan des Max-Ernst-Gymnasiums findet, vielleicht sogar noch erweitert wird. Denkbar wären zum Beispiel die Teilnahme ausländischer Partnerschulen aus Frankreich oder Israel und einbinden weiterer Sprachen wie Spanisch und Französisch, die auch unterrichtet würden.

„Nuclear Power: Come in and find out“ – das war das Thema des Tages. Simuliert wurde die Generalversammlung der Vereinten Nationen unter Einhaltung der offiziellen UN-Verfahrensregeln in leicht vereinfachter Form und in Englisch, der offiziellen Sprache der Vereinten Nationen. Man sah den Schülern an, dass das Konzept von learning by doing aufging. Zu Beginn war die  Diskussion noch zaghaft; nicht nur politisch zu argumentieren, sondern das auch noch auf Englisch, kostete die Schüler sichtlich Überwindung. Doch je mehr die Diskussion voranschritt, desto spontaner wurde sie, desto mehr fielen die Hemmungen, bis sich fast jeder zu Wort meldete, um die vorbereiteten Statements und Interessen des jeweiligen Landes vorzutragen. Lili Thomas war eine der Schülerinnen und vertrat die USA. „Ich fand es total interessant. Einfach so, hätte ich mich wohl nie mit dem genauen Standpunkt der USA zur Atompolitik beschäftigt. Und abgesehen von der Debatte an sich, fand ich vor allem spannend mal zu sehen wie die Abläufe bei den Vereinten Nationen so sind. Das ganze formale mit den Listen und das nicht alle durcheinander reden, total interessant.“ Der Iran war unter anderem durch Philipp Glaser besetzt, der wohl eigentlich erwartete hatte allein auf Pro-Atom Seite zu stehen. Er war überrascht: „Bis auf Deutschland und einige wenige andere Länder, waren die meisten Länder für Atom-Energie. Das hatte ich überhaupt nicht erwartet! Und nicht nur das. Die meisten von uns hat ja auch gar keine Vorstellung davon, was die UN ist und wie sie funktioniert. Durch die Simulation, also dadurch, dass man sich vorbereitet, dann darüber diskutiert und zum Schluss die Resolution schreibt, wird das alles viel konkreter.“

Und nicht nur die Schüler hatten sichtlich Freude, auch wir als Verein waren begeistert von Aufnahmefähigkeit, Kompetenz und Einsatzbereitschaft der jungen „Diplomaten“. Vierzehn von Ihnen haben durch ihre Schlagkraft derart überzeugt, dass Sie als Belohnung zur großen einwöchigen Schwesterkonferenz der Universität Bonn eingeladen wurden. Die Vorfreude können die Schüler kaum verbergen, als Sie ihre Zertifikate überreicht bekamen. Eine hoffnungsvolle Zukunft, wenn man sie an den Gesichtern der Schüler bemisst!